Über uns
Elisabeth Hubmann
Elisabeth Hubmann ist Organistin und Musikologin, 1994 in Hall in Tirol geboren.
Nach Studien der Alten Geschichte, Latein, Klavier und Orgel setzte sie sich, nach einem Master mit Fokus auf Alter Musik in Amsterdam, dort vor allem auch mit zeitgenössischer Orgelmusik auseinander. Ein nachhaltiger Anstoß dazu war ihre Begegnung mit Gerhard Crepaz, sowie ihr Engagement im Orgelpark Amsterdam und Wirken an der Obrechtkerk. Nach einem weiteren Masterstudium in Ethnomusikologie in Genf arbeitet sie heute als Forscherin an der Vrijen Universiteit Amsterdam sowie als Co-Titularorganistin in der Abtei von Romainmotier (CH).
Neben Solokonzerten und künstlerischen Engagements in traditionellen und experimentellen Rahmen spielt sie auch in kammermusikalischen Besetzungen (Orgel, Harmonium und Hammerklavier), organisiert Konzerte und engagiert sich für Offenheit und Transdisziplinarität in kulturell-künstlerischen und wissenschaftlich-diskursiven Rahmen, zurzeit vor allem in der Orgelszene. Sie hat 2021–22 über ihren Verein KlangArten einen internationalen Kompositionswettbewerb für neue Orgelmusik ausgetragen und kooperiert regelmäßig mit KomponistInnen zum Schaffen neuer Werke, so zum Beispiel in den von ihr initiierten Projekten „hyperorgan etudes“ oder auch „ruach“. Als Musikwissenschaftlerin interessiert sie sich besonders für die Schnittpunkte von Anthropologie, Kulturerbe, Hörpraktiken, Instrumentenbau und gelebter, praxisorientierter Forschung (siehe den Artikel „Zeitgeist! Kontemporäre Orgelklänge und ihre Stimmen“, in: Neue Zeitschrift für Musik 04/2021). Sie ist Mitglied des Kollektivs Sound Rebellion, begeistert sich für Natur und Ökologie, und sieht musikalische und künstlerische Praktiken als wichtige Ressourcen für nachhaltiges Denken und Handeln. Sie forscht derzeit im Rahmen ihres Doktorats in mehreren Projekten über zeitgenössische Orgelkulturen im Zusammenhang mit Resilienz.
Sie wurde 2026 in den Hauptausschuss der GdO gewählt.
