Aktuelles

40. Interpretationsseminar für nicht hauptberuflich tätige Organisten

Teilnehmer des 40. Interpretationsseminars für nicht hauptberuflich tätige Organisten (Foto: Rainer Brüggehagen)

Ein kleines Jubiläum feierte eine seit nunmehr 40 Jahren alljährliche stattfindende Veranstaltung, die aus dem Leben der GdO nicht mehr wegzudenken ist: Das "Interpretationsseminar für nicht hauptberuflich tätige Organisten".

Der Einladung nach München durch den Initiator dieser Kursreihe, Dr. Olaf Zenner, waren vom 29. März bis 2. April 26 Teilnehmer gefolgt, für die Orgelspielen einerseits ein Hobby, andererseits aber weit mehr als nur "Zeitvertreib" ist. Entsprechend breit war das Spektrum der "Brotberufe" wie auch das der organistischen Ausbildung, was sicher ein besonderer Reiz dieser Kurse ist. Letzten Endes stehen alle Organisten, egal welcher Vorbildung, immer wieder vor ähnlichen Fragen, was die technische Umsetzung und den interpretatorischen Ansatz anbelangt, und so wurde konsequenterweise auch nicht zwischen aktiven und passiven Teilnehmern unterschieden.

Unter der künstlerisch profunden Leitung von Prof. Bernhard Haas stand ein breites Literaturspektrum kleinformatiger Werke zur Auswahl, das von barocker Orgelmusik (Buxtehude, Speth, Bach, u.a.) über den Jubilar des Jahres Max Reger bis in die Moderne zu Werken von Daniel Glaus oder Jean-Pierre Leguay reichte.

Der Kurs bot neben der Beschäftigung mit Orgelliteratur auch die Möglichkeit, einen Ausschnitt aus der Orgellandschaft Münchens und des Umlandes kennenzulernen, wurde doch an verschiedenen Instrumenten unterrichtet. Stellvertretend seien die Instrumente in der Jesuitenkirche St. Michael (Rieger 2011, IV/P/75), St. Martin (Goll 2015, III/P/40) und die im Wesentlichen auf Johann Georg Fux zurückgehende Orgel (1736, II/P/27) der Klosterkirche Fürstenfeldbruck genannt.

Dem unermüdlichen Organisator der Interpretationsseminare, Dr. Olaf Zenner, wurde im November vergangenen Jahres in Anerkennung seiner Verdienste um die Fortbildung von Organisten die Ehrenmitgliedschaft der GdO verliehen.