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Die Gesellschaft der Orgelfreunde e. V.58. Internationale Orgeltagung in Münster1. bis 7. August 2010Tagungsleitung: Thomas Schmitz und Erik van der Heijden Zum ersten Mal seit 1971 ist die GdO wieder zu Gast im Münsterland. Damals wurde die Tagung auf zwei Städte verteilt, Münster und Höxter. Diesmal ist Münster, die Stadt des Westfälischen Friedens von 1648, das Zentrum, von dem aus die Exkursionen in alle Richtungen starten. In "Ars Organi" 51, 2003, S. 144–154, hat Dr. Thomas Lipski über die Geschichte des Orgelbaus in Münster und Westfalen berichtet, in Heft 1 (2010) folgt ein weiterer Artikel von ihm zur Einführung in die Tagung. Die Teilnehmer können diese Informationen durch eigene Anschauung sehend und hörend illustrieren. Der westfälische Orgelbau hat schon viele Jahrhunderte lang ein eigenes Profil und einen eigenen Klang. Der wichtigste Vertreter der barocken westfälischen Orgelkunst ist Patroclus Möller, dessen Orgel im Kloster Marienfeld im Tagungsprogramm enthalten ist. Der Name Möller ist auch verbunden mit der Orgel, die heute als eine der ältesten spielbaren Orgeln der Welt angesehen wird. 1722 versetzte Möller diese Orgel aus der Alt St. Thomae Kirche in Soest in die Kirche zu Ostönnen. Der Besuch dieser wunderschönen Orgel an einem Ort in einer idyllischen Landschaft wird unvergesslich bleiben. In Melle kann man zwei andere wichtige Orgeln aus dem 18. Jahrhundert bewundern, die beide von führenden Werkstätten restauriert worden sind. Auch die Epoche zwischen Barock und Romantik ist vertreten mit besonderen Orgeln in Cappenberg, Ootmarsum (Niederlande) und Lengerich. Seit 1872 ist die Firma Fleiter in Münster ansässig. Die Orgel der dortigen Mauritzkirche ist beispielhaft für die Qualität der Instrumente in den Anfangsjahren der Firma. Nicht weniger interessant ist die kaum bekannte Orgel in Ottmarschbocholt aus dem Jahre 1888, die dank der Verwendung älterer Bestandteile einen überraschend klassischen Klang hat. Die Spuren großer, international tätiger Orgelbauer wie Walcker und Klais im Münsterland werden auf der Tagung sicht- und hörbar. Von den Orgeln aus der Nachkriegszeit ist die beeindruckende Flentrop-Orgel in der Marienkirche zu Osnabrück ein Anziehungspunkt ersten Ranges. Bei der Vorbereitung dieser Tagung haben wir viel Wert auf Orgeln aus 'unserer' Zeit gelegt. Die Vielfarbigkeit des heutigen Orgelbaus wird illustriert u. a. mit Exkursionen nach Hamm (Liebfrauenkirche), Münster-Hiltrup, Osnabrück (Dom), Soest (Petrikirche), Rheda-Wiedenbrück und Billerbeck. Die lebhafte Stadt Münster ist ein exzellenter Startpunkt für viele interessante Orgelreisen. Wir hoffen, mit dieser Tagung einen guten Überblick über den enormen Reichtum an Orgeln der Stadt Münster und des Münsterlandes, Ost-Westfalens und der Twente (der östlichsten Region der Niederlande rund um die Städte Almelo, Enschede und Hengelo) zu geben. Leider können wir in solch kurzer Zeit nicht alle Orgel-Glanzpunkte besuchen. Ein längerer Aufenthalt in Münster oder im Münsterland ist deshalb sehr empfehlenswert. Wer mehr tun möchte als nur Orgeln zu besuchen, hat genügend Zeit, um vor, nach oder auch während der Vorführungen die Landschaft oder die Stadt zu genießen. Am 1. August 2010 sind Sie in Münster herzlich willkommen! Thomas Schmitz und Erik van der Heijden TAGUNGSPROGRAMM (Änderungen vorbehalten)
Organisten: Christiane Alt-Epping, Wolfgang Baumgratz, Leon Berben, Winfried Berger, Julian Bewig, Jan Croonenbroeck, Harald Gokus, Christoph Grohmann, Winfried Klasmann, Peter Kranefoed, Johannes Krutmann, Elmar Lehnen, Winfried Lichtscheidel, Stephan Lutermann, Andreas Müller, Winfried Müller, Tomasz Adam Nowak, Andreas Opp, Henk Plas, Anne Roosmann, Dominique Sauer, Thomas Schmitz, Matthias Schneider, Egbert Schoenmaker, Gijs van Schoonhoven, Oliver Schwarz-Roosmann, Hans Stege, Klaus Vetter, Harald Vogel, Bert Wisgerhof, Carsten Zündorf. ORGANISATORISCHE HINWEISE Anmeldeschluss: 15. Mai 2010 Tagungsgebühren: inkl. Programmheft, freiem Eintritt zu den Orgelvorführungen ohne Unterkunft, Verpflegung und Busfahrten. Die Anmeldung wird erst mit der spesenfreien Überweisung der Tagungsgebühr und sonstigen Gebühren lt. Anmeldung auf das Tagungskonto Gesellschaft der Orgelfreunde e. V., Konto-Nr. 7456891, Kreissparkasse Esslingen, BLZ 611 500 20, S.W.I.F.T.-BIC: ESSLDE66, IBAN DE12 6115 0020 0007 4568 91 mit der Angabe "Orgeltagung in Münster" wirksam. Stornierungen bis zum 01.06.2010 (Eingang) sind spesenfrei. Danach berechnen wir 15,- Euro Stornierungskosten. Bei Stornierungen nach dem 01.07.2010 können nur noch 50 % der Kosten für gebuchte Exkursionen erstattet werden; nach dem 10.07.2010 erfolgt keinerlei Rückerstattung. Bei nicht in Anspruch genommenen Busfahrten erfolgt keine Rückerstattung. Abfahrt der Busse in Münster: Hindenburgplatz.
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Gesellschaft der Orgelfreunde e. V. · Geschäftsstelle: gdobehrens@t-online.de |
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