Gesellschaft der Orgelfreunde

Ahaus-Wüllen, kath. Kirche St. Andreas

I. Hauptwerk · C - a³

      

II. Schwellwerk · C - a³

      

Pedal · C - f¹

*Principal

16'

      

Principal

8'

      

*Principal

16'

Octave

8'

      

Holzgedackt

8'

      

Subbaß

16'

Flûte harm.

8'

      

Gamba

8'

      

Octave

8'

*Bordun

8'

      

Schwebung

8'

      

*Bordun

8'

Gemshorn

8'

      

Principal

4'

      

*Choralbaß

4'

*Octave

4'

      

Querflöte

4'

      

Posaune

16'

Rohrflöte

4'

      

Nasard

2 2/3'

      

*Trompete

8'

Quinte

2 2/3'

      

Trichterflöte

2'

      

Perkutant

Octave

2'

      

Terz

1 3/5'

      

II-P

Cornett 5fach

8'

      

Mixtur 4fach

2'

      

II-P 4'

Mixtur 5fach

1 1/3'

      

Oboe

8'

      

I-P

*Trompete

8'

      

Schalmei

4'

Vogelsang

 

      

Sonnenton

II-I

 

      

II-II 16'

II-I (elektrisch)

 

      

Tremulant

II-I 16'

 

      

 

Tremulant

* = Register auf Doppelschleife, in Hauptwerk und Pedal spielbar.
Sonnenton: 4 Klangröhren.
Cornet ab f°, aufgebänkt. Vogelsang, entspricht der Nachtigall. Sonnenton: 4 Klangröhren. Perkutant: Der im Pedal disponierte Perkutant ist eine Neukonstruktion. Zwei kreisende Metallplatten, deren Ränder nach oben abgewinkelt sind, werden durch eine zuschaltbare Tangenten-Mechanik angeschlagen, die in die Pedaltraktur (C-f¹) integriert ist. Die Schlagenergie kann vom Spieler durch unterschiedliche Schlagtechnik variiert werden. Auch komplizierte Rhythmen und schnelle Pedalläufe sind darstellbar. Der klirrend-metallische Klang ist mischfähig und mit Obertönen gesättigt. Die zwei Holzschlegel sind nicht befilzt. Das Schlegelgewicht hat Einfluss auf das Klangverhältnis von Grund- und Obertönen. Die Berührungsdauer der Schlegel an den Metallplatten beeinflusst ebenfalls die Teilton-Zusammensetzung. Die Anregung, dieses Idiophon zu bauen, geht auf ein Gespräch mit György Ligeti in den 1980er Jahren in der Musikhochschule Hamburg zurück.

Schleifenwindladen, mechanische Tastentraktur, elektrische Registertraktur, Generalsetzer 128-fach, Sequenzer vorwärts und rückwärts, Crescendo-Tritt anstelle einer Walze,

Stimmung wohltemperiert (werkstattintern 'Neuendeich I'), Tonhöhe 440 HZ bei 18 °C. Winddruck 82 mm WS.


Erbauer: Orgelbau Christian Lobback, Neuendeich, 2001

Disposition: Hans Gerd Beyer, Christian Lobback.

Gesamtplanung, Gehäuseentwurf, Mensuren und Schallbretter: Christian Lobback. Fachberatung: Domorganist Ekkehard Stier, Münster

Foto: Hagen Wehrend

Literatur: Christian Lobback, Die St. Andreas-Orgel im münsterländischen Dorf Wüllen. Ars Organi 58, 2010, S. 163-167.

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