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Schernau (Lkr. Kitzingen), ev.-luth. PfarrkircheDer fünfachsige Prospekt mit überhöhtem Mittel-Rundturm, Außen-Spitztürmen und verbindenden Klein-Flachfeldern weist reiche ornamentale Ausstattung und zwei Zimbelsterne auf. Er geht auf eine einmanualige Orgel für die Vorgängerkirche von Johann Rudolf Voit, Schweinfurt, aus dem Jahre 1766 zurück. Das Instrument steht auf einer Empore über dem Altar und bildet zusammen mit ihm und der Kanzel ein prächtiges Ensemble. Im Jahre 1903 baute Johannes Strebel, Nürnberg, in das vorhandene Gehäuse ein neues Werk mit zwölf Registern auf pneumatischen Taschenladen ein. Strebel (1832 - 1909) war Schüler von Walcker, Steinmeyer, Ibach und Cavaillé-Coll. Seine vielgerühmte Intonationskunst bewies er auch an den charaktervollen Registern der Orgel von Schernau, die - nachdem die Prospektpfeifen der Requirierung im Ersten Weltkrieg nicht zum Opfer gefallen sind - eines der wenigen weitestgehend original erhaltenen Zeugnisse des Schaffens von Strebel und damit ein wichtiges Denkmal des fränkischen Orgelbaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts darstellt.
Koppeln: Drücker: Pneumatische Taschenladen. |
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