Gesellschaft der Orgelfreunde

Das Orgelmuseum Fleiter in Münster-Nienberge

Die Idee zur Einrichtung eines Orgelmuseums kam aus dem Alltag des Orgelbauers. Anläßlich eines Neubaus für die kath. Kirche St. Lambertus zu Münster-Albachten (1982) nahm Friedhelm Fleiter die noch voll funktionsfähige achtregistrige Orgel, die 1880 von seinem Urgroßvater, dem Firmengründer Friedrich Fleiter, erbaut worden war, in Zahlung. Dieses Instrument schien wertvoll genug, um ihm in einem eigens erbauten Haus eine zentrale Rolle zuzuweisen. So entstand neben der Orgelbauwerkstatt in Münster-Nienberge quasi um die historische Orgel herum ein Museum, das im Jahre 1984 eröffnet wurde.

Die Konzeption dieses Museums ist bestimmt von den Möglichkeiten eines aktiven Orgelbauers. Einer didaktischen Absicht entsprechend, geht es hier nicht um das Ausstellen von Sammelobjekten. Der Schwerpunkt liegt vielmehr in der Darstellung der entscheidenden Schritte in der Entwicklung der Orgel. Ausgehend von Instrumenten wie Weidenpfeife, Panflöte und Shêng, die vom Atem des Spielers zum Klingen gebracht werden, wird der Besucher zum Orgelwerk mit seinen Registern, Traktur-, Klaviatur- und Kombinationstechniken geführt. Gezeigt werden:

  • Orgelinstrumente: Wasserorgel, Portative, Regal, Orgel.
  • Spieltische: Mechanisch, pneumatisch, elektrisch.
  • Windladensysteme: Springlade, Schleiflade, Kegellade, Kapsellade, Taschenladen
  • Funktionsmodell: Zweimanualige Orgel.
  • Holz-, Metall- und Zungenpfeifen. Glockenspiele. Werkzeuge.
  • Fotos und Dokumente.

Bilder vom Orgelmuseum.

Lit.: Festschrift 125 Jahre Orgelbau Friedrich Fleiter, 1997, S. 167-172.

Anschrift: Orgelmuseum der Fa. Orgelbau Friedrich Fleiter, Sessendrupweg 56, 48161 Münster-Nienberge. Tel.: +49-2533-2210; Fax: +49-2533-3827.

Besuchszeiten nach Vereinbarung.

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